Es gab mal wieder eine Einladung. Nach Düsseldorf, von Sony. Zum Japantag. Also alles in sich passend, fein, vor allem als Japan- und Fotofan. Der Japantag war als Rahmenprogramm gedacht, versteht sich, denn im Kern ging es darum neue Kameras von Sony begrabbeln und austesten zu können. Nebenbei traf man supernette und sympathische Blogger wie Thilo, Viktor, Gunther, Stephan und Felix.
Folgende Kameras wurden gezeigt:
- Sony SLT A37
- Sony SLT A57
- Sony NEX F3
- Sony DSC HX200V
- Sony DSC HX20VB
Da war also für jeden was dabei. Dazu gab es noch diverse unterschiedliche Objektive für die NEX und SLTs.
Doch bevor es überhaupt los ging, wurden wir erst mal richtig japanisch auf Tatamis mit leckeren Essen versorgt. Sony und die Werbeagentur ließen es sich hier nicht nehmen, den ganzen Tag für echtes Japanfeeling zu sorgen. Denn auch später zum Abendessen gab es ein tolles Japanisches Menü in einem Restaurant, in dem man sich wie in Tokio fühlen konnte. Ach ja der Japantag war ja auch noch, mit einem tollen Feuerwerk zu Abschluss. Damit gab es also tolle Möglichkeiten die Kameras in der Praxis zu testen.
Cyber-shot DSC-HX20
Doch der Reihe nach. Meiner einer schnappte sich für die erste Fototour in den Japangarten das Kompaktkamera Topmodell HX 20VB (ca 400,- EUR). Neben den schon normalen Kompaktkameraeigenschaften (25mm -500mm, f3,2-5,8, 3” Display, max ISO 12.800), gibt es hier bei der Sony einen Panoramamodus, auch in 3D, Lächel Erkennung, Gesichtserkennung (bis zu 8 Gesichter, geht ganz gut), diverse Bildeffekte, GPS (mit annehmbaren Akkuverbrauch), Full HD Video und und …. . Was sich mir immer noch nicht richtig erschließt, warum muss man bei so einer Kamera 18,2 Megapixel reinpacken. Das macht die Sache hinsichtlich Bildqualität nicht einfacher, klar marketingtechnisch ist das der Hit. Leider fehlt ein normaler Sucher, dass ist leider echt nervend bei Sonnenlicht.
Manchmal hat man den Eindruck als ob man in ein Topmodell alles mögliche reinpacken musste, um jegliche Interessen der Anwender abzudecken. Vielleicht wäre auch manchmal weniger mehr. Aber vielleicht bin ich auch nicht die richtige Zielgruppe. Aus deren Sicht finde ich den Modus Superior Auto oder auf deutsch “überlegene Automatik” sehr gut. Denn hinsichtlich dem Anwendungsfall: “anschalten – abdrücken und dabei nicht überlegen müssen, was muss ich einstellen”, kommen echt gute Aufnahmen heraus, also sehr zielgruppengerecht. Der neue Klarbildzoom (40 fache Vergrößerung) hat schon was paparazzi mäßiges, hier man erhält 500 mm im KB Format und das mit gut verwendbarer Qualität. Ok fürs Wohnzimmer über die Couch würde es mir nicht reichen, zumindest nicht wenn das Foto per Freihand entstand. Doch für den einen oder anderen unbeobachteten Schnappschuss (Stichwort Streetfotografie) ist der digitale Zoom echt brauchbar. Da war ich echt schon bisschen überrascht, da ich bisher deutlich schlechteres bei Kompakten gesehen habe. Hier seht Ihr ein Zoombild, das ist so auf 50 m Abstand gemacht, Freihand. Ich denke ein Einbein würde hier nochmal mehr Schärfe bringen.
Es war schon ungewöhnlich mal nach langer Zeit wieder eine kleine Kompaktkamera zu bedienen, irgendwie anders als ne grosse DLSR. Die Haptik find ich gut, Bedienung ist auch gut, wenn auch das Menü ganz schön überfrachtet daher kommt. Klar , Sony möchte möglichst viele Features reinpacken, um dem steigenden Konkurrenzdruck durch die Smartphones Paroli bieten zu können. So sind viele Effekte und dergleichen eingebaut, die man leider nicht direkt oder nur über einen Knopf oder Schnellzugriff ändern kann. Alles in allem eine gute kleine Kamera, die sich gut für den Einsatzzweck Schnappschüsse verwenden lässt, sofern man mehr Zoom, bessere Lichtempfindlichkeit bzw. weniger Rauschen und ein paar mehr Funktionen als im Handy brauchen kann.
Als zweite Kamera bekam ich die NEX F3 (600,- EUR) (16 Megapixel, bewegliches 3 ” Bildschirm, Bildstabilisator) mit dem Standardzoom 18-55mm in die Finger. Endlich mal was größeres
. Eine interessante Kombination aus handlicher Größe und großen Sensorformat, hier APS-C. Dazu die Möglichkeit spezielle NEX Wechselobjektive zu verwenden und auch per Adapter die DSLR Sony Objektive anzudocken. Die NEX F3 ist die neue Einsteigervariante in die Systemkamera Welt bei Sony.
Mit entsprechend kleinen Objektiven könnt ich mir diese als gute rauscharme Immerdabei Kamera mit Crop Sensor gut vorstellen, wenn da nicht die komplette Bedienung per Menü/Display wäre. Es gibt erst in der teuersten Variante der NEX Reihe ein Moduswahlrad. Ansonsten war das Handling gut und vor allem die Haptik wertig. Der fehlende Sucher macht, wie schon oben gesagt, bei toller Sonne leider keinen Spass. Das war vor allem am Rheinufer etwas lästig, da gab es tolle Street Motive, doch manchmal war es einfach auf gut Glück das Motiv so zu treffen wie man sich es vorstellt. Auch die hellste Displaybeleuchtung half nur bedingt weiter. Abhilfe hilft hier ein zukaufbarer elektronischer Sucher, mit dem man dann gut ausgestattet ist.
Abends durfte die Kamera dann beim Feuerwerk auf dem Stativ ran. Generell bin ich echt zufrieden mit der gebotenen Leistung (so ISO 1600 scheint noch gut verwendbar zu sein), als einziges Manko finde ich die doch etwas lange Auslöseverzögerung in Relation zu DSLRs. Das war vor allem beim Feuerwerk zu spüren. (Vorausgesetzt, das war kein Benutzerfehler…)
Alles in allem ein toller Japan-Düsseldorf-Sony-Neue-Kameras Tag. Ich denke Sony ist hier schon auf Ihre Art (mit neuen Technologien wie Klarbild Zoom oder die 2. Generation der SLT Kameras oder die Crop Sensor Systemkameras) auf einen guten Weg. Schauen wir mal wie es weiter geht. An dieser Stelle auch noch ein Dankeschön für die Einladung.

























