Heute geht es weiter, nachdem wir im ersten Teil des Artikels bereits begonnen hatten, setzen wir nun die Liste der uns wesentlich erscheinenden Ausstattungsmerkmale der Fuji X-Pro1 fort und versuchen, eine Einschätzung der Kamera im Hinblick auf die Photowalking-Tauglichkeit (sofern man dies überhaupt verallgemeinern kann) zu geben…
Sucher und Bildschirm
Die X-Pro1 soll eine Weiterentwicklung des in der X100 verwendeten Hybrid-Suchers bekommen. Dieser erlaubt es dass in den Sucher Informationen wie in einem Heads-up-Display eingeblendet werden können und kombiniert das mit den Vorteilen der Helligkeit und des niedrigen Stromverbrauchs eines optischen Suchers. Wahlweise kann auf einen rein elektronischen Sucher umgeschaltet werden, der
Der drei Zoll (7,5 Zentimeter) große Bildschirm auf der Rückseite der X-Pro1 verfügt über 1,23 Millionen Bildpunkte, wovon jeweils vier Bildpunkte einen Pixel bilden. Dadurch liefert der Bildschirm ein helleres Bild, das bei Sonneneinstrahlung besser ablesbar sein soll. Die Auflösung entspricht mit 921.000 Bildpunkten derjenigen des bisherigen Displays.
Fujifilm X-Pro1 Serienaufnahmen
Die X-Pro1 bietet zwei Serienbilder Geschwindigkeiten von 3 oder 6fps, letztere klingt ziemlich respektabel, wobei abzuwarten sein wird, ob es sich hierbei wirklich um Praxiswerte handelt. Entscheidend wird sicherlich die verfügbare Puffergröße sowie die Schreibgeschwindigkeit sein.
Fujifilm X-Pro1-Movie-Modus
Die Kamera unterstützt 1080p oder 720p bei 24fps mit Stereo-Sound aus den eingebauten Mikrofonen. Es fällt auf, dass Fujifilm die Filmfähigkeiten der X-Pro1 nicht gerade in den Vordergrund rückt, vielmehr muss man Angaben zu den filmspezifischen Funktionen und Parameter eher dezidiert suchen. Die ersten Praxisberichte werden hier hoffentlich mehr Aufschluß geben, ob die fehlende Bewerbung auf mangelnde Fähigkeiten in diesem Bereich oder auf Marketingstrategie zurückzuführen sind.
Fujifilm X-Pro1 Design und Bedienung
Die X-Pro1 ist im selben Retro-Look-and-Feel wie die X100 designt und soll daher wohl vor allem den technikaffinen, fotografischen Enthusiasten ansprechen. Auf der Oberseite finden sich Wahlräder für Verschlusszeit und Belichtungskorrektur. Das Einstellrad für die Belichtungszeiten weist jetzt erfreulicherweise eine Sperrfunktion auf, um unabsichtliches Verstellen zu unterbinden. Von der Haptik und Bedienung her fühlt man sich an “analoge Zeiten” erinnert.
Die X-Pro1 ist spürbar größer als die X100, kann jedoch guten Gewissens noch als extrem portabel gelten. Mit Abmessungen von 140x82x43mm und einem Gewicht von 450g mit Akku (Gehäuse) bzw. 566g (mit 18mm Objektiv) ist die Fuji ein guter Kandidat für Fotografen, die gern mit leichtem Gepäck unterwegs sind .
Abschließende Gedanken
Die X-Pro1 mit dem innovativen Sensor und Sucher im edlen Retro-Design mit einer equisit daherkommenden Auswahl hochwertiger Festbrennweiten zielt eindeutig auf den Enthusiasten ab. Fujifilm möchte den Erfolg der ähnlich positionierten X100 noch übertrumpfen, indem das Konzept um Wechselobjektive, verbesserten Hybrid-Sucher und den komplett neu entwickelten Sensor aufgewertet wird.
Ich habe das Gefühl, die Chancen dieses Ziel zu erreichen stehen in Anbetracht der Gesamtattraktivität des vorgestellten Systems nicht mal schlecht.
Nachteilig mögen sich die größeren Abmessungen und das Preisniveau auf die Kaufbereitschaft ebenso auswirken wie mögliche Enttäuschungen im Hinblick auf technisches Leistungsvermögen beispielsweise bei Autofokuspräzision und – geschwindigkeit, Schreibgeschwindigkeit und Filmmodus.
Für uns DSLR-Schwergepäck-geplagten Photowalker ist die X-Pro1 mit Ihrer vielversprechenden Bildqualität (siehe Original-Beispielbilder hier), der Fertigungsqualität, der Portabilität und der Anmutung auf jeden Fall ein interessantes Kamerasystem, das wohlmöglich für den ein oder anderen unter uns ein mögliches Substitut zu althergebrachten schweren DSLR sein wird.



















